Ein starker Service public für eine starke Demokratie

ARF/FDS-Positionspapier zum Service public im Medienbereich:

Ein starker Service public für eine starke Demokratie

Der Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz ARF/FDS versteht Service public als histo- risch gewachsene und für unsere Demokratie grundlegende Infrastruktur einer vielfältigen Medienöffentlichkeit. Er macht allen in der Schweiz lebenden Personen mediale Inhalte mit hoher Qualität als öffentliches Gut zugänglich, ermöglicht den gesellschaftlichen Austausch und bietet vertiefte Information zur Meinungsbildung. So stärkt der Service public die kultu- relle Diversität und garantiert das Funktionieren einer starken Demokratie.
Zum Service public gehört auch die Herstellung vielfältiger Schweizer Spiel- und Dokumen- tarfilme. Mit ihnen können Visionen für ein zeitgemässes Zusammenleben in einer plura- listischen Gesellschaft verhandelt, reflektiert und entfaltet werden.
In der aktuellen Debatte um die Zukunft des Service public stellt sich der ARF/FDS vehe- ment gegen einen Abbau oder eine Zerschlagung der SRG SSR, denn dies bedeutet einen direkten Angriff auf die Grundlagen unserer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft. Die SRG SSR trägt in ihrer derzeitigen Struktur den föderalen Gegebenheiten unseres Landes Rechnung. Sie entwickelt in allen Landesteilen eigenständige Programme und bietet diese für alle Bevölkerungsgruppen an. Damit stärkt sie die kulturelle Identität sprachlicher und regionaler Minderheiten und fördert den Austausch unter ihnen. Dies ist für den Zusam- menhalt unseres mehrsprachigen Landes entscheidend in einem dynamischen Europa und einer globalisierten Welt.
Der ARF/FDS mit seinen rund 300 Mitgliedern ist, zusammen mit anderen Verbänden der Filmbranche, ein unabhängiger Partner der SRG SSR. Diese Partnerschaft ist über den seit 20 Jahren bestehenden Pacte de l’audiovisuel definiert, einem wichtigen Pfeiler unseres starken Service public.
Ausserdem bestärkt der ARF/FDS die SRG SSR in der Entwicklung neuer, zeitgemässer Programminhalte und Verbreitungsformen über die bestehenden Kanäle hinaus und setzt sich für den Erhalt der Gebührenfinanzierung ein.


Von der Generalversammlung am 21. Mai 2016 einstimmig verabschiedet